Deutschland, hör’ auf zu suchen! Der Teilnehmer für den nächsten Eurovision Song Contest ist hiermit gefunden und bringt sogar Erfahrung mit:
Max Mutzke präsentiert sich auf seinem dritten Album „Black Forest“ in Höchstform und würde, ganz egal mit welchem Song er daraus antritt, sicher wieder einen guten Platz im Songwettbewerb holen. Nachdem Max zuletzt recht erfolglos mit deutschsprachigem Soul-Pop in der Versenkung verschwunden ist, hat er nun beste Chancen auf ein großes Comeback!
Unterstützung vom Sasha-Team…
Mit Michael Kersting und Oliver Rüger hat sich der gebürtige Freiburger ein neues und überaus fähiges Produzententeam zugelegt, das bereits Hits für Sasha und Dick Brave geschrieben hat. Der Geist von Dick Brave ist es auch, der auf weiten Strecken angenehm durch die Songs spukt und die 60er-Jahre aufleben lässt.
Okay, wie im Falle von „Not Right“, „Come Back“ oder „Bring On The Sun“ lässt auch mal Sasha grüßen: Kuschelalarm! Doch selbst dann klingt das keineswegs aufgesetzt oder gar kitschig. Mutzkes soulige Stimme transportiert so viel Gefühl, dass er auch mit einem Song über dunkle Schwarzwaldtannen für Gänsehaut sorgen könnte.
Oftmals erinnert die markante Max-Röhre an 90er-Frauenschwarm Curtis Stigers, der inzwischen vom Schmusepop zum Jazz gewechselt hat. Apropos: Letzteres ist ein Genre, das auch durchaus gut zu Mutzke passen könnte. Zumindest der entspannte Album-Rausschmeißer „Me & Lorraine“ mit der verführerischen Jazz-Trompete lässt es vermuten. Vorerst fühlt sich Max aber weiterhin in souligen Gefilden zu Hause. Kersting und Rüger haben zudem für eine deftige Brise Pop gesorgt, die den beiden Vorgängeralben gefehlt hat… vielleicht mit Ausnahme des Grand-Prix-Hits „Can’t Wait Until Tonight“.
Soul-Hits am laufenden Band…
So schäumt „Black Forest“ fast über vor potenziellen Hits: Die erste Single „Marie“, das gut gelaunte „St. Petersburg“ und die schwungvolle Nummer „New Day“, die Fans von Paolo Nutini gefallen dürfte, erweisen sich als wunderbare Ohrwürmer.
„Girl In Tokyo“, „Smile“ und „Misses Thompson“ rocken und grooven im kratzigen Retro-Sound und nicht minder eingängig. Bis auf die eine oder andere Plattitüde bei den Texten gibt’s tatsächlich nichts zu meckern.
Doch selbst das ist zu verzeihen: Schließlich sind beim Eurovision Song Contest leicht verständliche Songlyrics gefragt. letmeentertainyou.de besteht unbedingt darauf, dass Max 2009 noch einmal für Deutschland antritt!
Fazit: 12 points go to… Max Mutzke! (mb)

Anspieltipps: “Marie”, “St. Petersburg”, “News Day”, “Not Right”
Für Fans von: Paolo Nutini, James Morrison, Amy Winehouse, Duffy, Curtis Stigers, Sasha
Playlist:
01. Marie
02. St. Petersburg
03. New Day
04. Girl In Tokyo
05. Smile
06. Not Right
07. Misses Thompson
08. Backyard
09. Easy On You
10. Bring On The Sun
11. Come Back
12. Me & Lorraine
VÖ: 28/11/08 (Warner)
Link: www.MaxMutzke.de
Fotos: Ben Wolf/Warner Music