Mordlust unterm Tannenbaum, Charlie Sheen hat es vorgemacht: Am zweiten Weihnachtsfeiertag soll er Gattin Brooke Mueller im Nobelskiort Aspen gewürgt haben. Zum kompletten Exitus hat es nicht gereicht. Das Opfer konnte noch die Polizei anrufen und Charlie verhaften lassen.
Hand aufs Herz: Wer würde die stille Nacht nicht gerne nutzen, um den Partner endlich für immer zum Schweigen zu bringen? Schon Loriot dichtete über den perfekten Gattenmord in der Heiligen Nacht. Gerade an Weihnachten nervt der Partner oft besonders schlimm. Gewalttätige Auseinandersetzungen stehen da auf der Tagesordnung, wobei nicht selten der zuvor liebevoll geschmückte Baum dran glauben muss. Die lang gesuchten und teuer erworbenen Geschenke werden in hysterischen Wutanfällen aus dem Fenster geworfen. Es lohnt sich daher wirklich, am 24. Dezember so gegen 22 Uhr durch die Straßen zu flanieren. Da kommt so einiges von oben geflogen - nicht nur im Ikealand!
Zum Fest fliegen die Fetzen…
Ganz harmlos fängt es traditionell damit an, dass sie die Gans angebrannt hat und darauf besteht, die Sissi-Endlos-Schleife auf allen Kanälen zu verfolgen. Zuvor war er zu geizig, ihr das diamantbesetzte Goldkettchen zu schenken. Stattdessen wartet er mit Fußmatten fürs Auto auf. Schlimm genug, doch es kommt noch schlimmer: Während sie Karlheinz Böhm anhimmelt, spielt er eine Stunde lang mit der laut tuckernden und pfeifenden Eisenbahn des Sohnes. Dann murmelt er so etwas wie, er gehe mal kurz in der Kneipe um die Ecke.
Sie verlangt daraufhin die goldene Rolex zurück. Er weigert sich. Es kommt zum Handgemenge. Sie bewirft ihn mit den silbernen Manschettenknöpfen und der Krawattennadel, woraufhin er die Spitze vom Christbaum abbricht. Sie donnert ihm schließlich den Engel an den Kopf. Er stolpert benommen über den brennenden Adventskranz, reißt im Fallen auch den Baum zu Boden und setzt das Zimmer in Brand…
Stopp! Bevor wir dieses Szenario weiter verfolgen, sollten wir doch besser nach einem wirklich effizienten Weg fahnden, um den Partner auszulöschen. Charlie Sheen dachte wohl auch über den perfekten Weihnachtsmord nach. Seine Idee war an sich gut, die Ausführung jedoch denkbar ungeschickt.
Der perfekte Weihnachtsmord…
Würgen ist für den perfekten Weihnachtsmord nicht anzuraten. Das Opfer kann sich wehren und, wie im vorliegenden Fall geschehen, die Polizei alarmieren. Auch Messerstiche verursachen durch das umherspritzende Blut unschöne Flecken auf Teppich und Kleidung, die hinterher nur schwer wieder rausgehen.
Wer sich erfolgreich am Weihnachtsabend des Partners entledigen will, sollte vielmehr raffiniert und zielgerichtet vorgehen. Der Möglichkeiten gibt es viele. Loriot empfiehlt, den Gatten zu Gulasch zu verarbeiten. Andere schwören auf Arsen im Spritzgebäck oder die Überdosis Crack im Eierpunsch. Sofern eine Versicherung vorliegt, ist auch ein Wohnungsbrand zu empfehlen, da eine bis zur Unkenntlichkeit verkohlte Leiche keine Spuren der Fesselung mehr aufweist.
Ein kleiner Wackler an der Leiter, wenn er/sie die Baumspitze anbringt, geht problemlos als Unfall durch. Befindet man sich schon an einem Skiort, kann es doch nicht so schwierig sein, den/die Liebste/n unbemerkt in den Lauf einer Pistensau oder eine heranrollende Lawine zu schubsen. Alles schon vorgekommen…
Fazit: Kein Grund zur Unruhe, wenn auch 2010 wieder der Weihnachtszoff tobt. Es bleiben noch fast 12 Monate Zeit, alles bis ins Detail zu planen. Spätestens zu Heiligabend herrscht diesmal dann wirklich stille Nacht. Auch Charlie viel Glück!
Foto: DVD-Cover „Two And A Half Man – Season 6“