Am vergangenen Samstagabend enthüllte RTL bei „Deutschland sucht den Superstar“, welche Kandidaten von der Jury um Dieter Bohlen in die Top 15 gewählt wurden. Mit dabei sind Blondine Stefanie Landerer, Schminkprinzessin Kim Debkowski, die Herzkranke Celine Denefleh, Halbkolumbianerin Maria Elena Valencia, die erst 16-jährige Stuttgarterin Naomi Marte und Studentin Ines Redjeb.
Bei den Jungs haben es Checker Thomas Karaoglan, Bryan-Adams-Verschnitt Helmut Orosz, Gaga-Cowboy Dirk Petry, Ex-Häftling Menowin Fröhlich, der modeltaugliche BWL-Student Nelson Sangare, der tanzende Sarah-Kreuz-Bekannte Kevin Reichmann, Mädchentyp Manuel Hoffmann, Logistik-Azubi Marcel Pluschke und Soulsänger Mehrzad Marashi in die erste DSDS-Live-Show der Staffel geschafft.
Talent vergebens gesucht…
Nicht jedes der vermeintlichen Gesangstalente hat dein Einzug in die „Jetzt oder nie“-Sendung am 13. Februar tatsächlich verdient, findet letmeentertainyou.de. Doch scheinbar legt RTL diesmal weniger Wert auf die gesanglichen Leistungen der Teilnehmer. Sonst wäre ein schräger Typ wie Dirk Petry, der jeden Ton herauspresst wie etwas, das nur Bohlen beim Namen nennen würde, nie so weit gekommen. Auch ein Marcel Pluschke und Sprücheklopfer Thomas fallen mehr durch ihre miserable englische Aussprache als durch guten Gesang auf.
Die Mädels versuchen ihre stimmlichen Defizite mit optischen Reizen zu überspielen. Stefanie Landerer könnte sich zur neuen Annemarie Eilfeld mausern und ihre zwei schlagenden Argumente schon bald bei einem sexy Fotoshooting für die Bild-Zeitung zur Schau stellen. An Celine Denefleh hat die Boulevardzeitung bereits einen Narren gefressen: Mit ihrem Herzleiden ist die 17-jährige Schülerin jetzt schon die frisch gebackene Schicksalsqueen der Nation. Die chronisch überschminkte Kim Debkowski hat durchaus stimmliches Potenzial, allerdings Schwierigkeiten, die Töne zu treffen.
Die besten drei Kandidaten…
Klingt fast so, als hätte Bohlen diesmal völlig versagt bei der Auswahl seiner Supersternchen! Nicht ganz: Mit Menowin Fröhlich und Mehrzad Marashi hat „Deutschland sucht den Superstar“ in Staffel 7 immerhin zwei markante Ausnahmestimmen an Bord.
Auch von Manuel Hoffmann hat man in den Vorab-Castings nur Gutes, wenn auch recht wenig gehört. Mit seinem sympathischen Lächeln und den treuen Kulleraugen hat der 19-Jährige das Zeug zum Liebling des weiblichen DSDS-Publikums. Bekanntlich greift genau diese Zielgruppe am Ende zum Telefon und wählt ihren neuen Superstar, der spätestens zur achten Runde der Castingshow im nächsten Jahr wieder in der Versenkung verschwunden sein wird.
Ob der (oder vielleicht doch die) Glückliche nun singen kann oder nicht, spielt also im Grunde keine Rolle. Für wenige Monate im Rampenlicht genügen auch ein paar schiefe Töne oder ein hübsches Äußeres.
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Foto: RTL / Stefan Gregorowius