Am vergangenen Samstagabend gab RTL den Startschuss für die erste Mottoshow der aktuellen Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“. Auf dem Programm des erfolgreichen Castingformats standen „Megahits von heute“, wobei nicht alle Songs der verbliebenen zehn Kandidaten wirklich topaktuell waren (letmeentertainyou.de berichtete).
Immerhin bemühte sich ein Großteil der Nachwuchssängerinnen und -sänger diesmal etwas mehr als noch vor einer Woche in der enttäuschenden Top-15-Show (>> Talent verzweifelt gesucht). So überraschte tatsächlich ein Marcel Pluschke, der zuletzt mit „Country Roads“ jämmerlich versagt hatte, mit einem souveränen Auftritt: Der Titel „Ein Kompliment“ von den Sportfreunden Stiller lag ihm richtig gut.
Die Besten des Abends…
Menowin Fröhlich hatte mit „Change“ von Daniel Merriweather ebefalls die perfekte Wahl für seine soulige Stimme getroffen und lieferte dazu eine coole Tanzeinlage ab. Noch mehr rockte Thomas Checker Karaoglan die DSDS-Bühne mit dem Dancehall-Kracher „Monsta“ von Culcha Candela. Das passte wie die Faust aufs Auge und auch der 16-Jährige schien sich mit dem Titel äußerst wohl zu fühlen: Selbstbewusst fliretet er bei seiner Show mit einer Tänzerin und schaffte es, dabei trotzdem eine ordentliche gesangliche Leistung abzuliefern.
Mit der Röhre von Mitsreiterin Kim Debkowski konnte er aber nicht ganz mithalten: Die Kandidatin sang die Ballade „Take A Bow“ von Superstar Rihanna fehlerfrei und mit viel Gefühl. Ihre wirklich dünne Interpretation von „Can`t Fight The Moonlight“ aus der letzten Woche war da im Nu verziehen und vergessen. Wenigstens noch eine Kandidatin, die singen kann!
Viel Oberweite, wenig Stimme…
Darüber waren wohl nicht nur die Zuschauer vor den Bildschirmen, sondern auch die Juroren Dieter Bohlen, Nina Eichinger und Volker Neumüller erleichtert. Die anderen beiden verbliebenen DSDS-Mädels erwiesen sich nämlich als absolute Flops: Keri Hilsons aktuellen Chartsstürmer „I Like“ klang in der Version von Ines Redjeb wenig hitverdächtig. Optisch war die Kandidatin ohne Frage wieder ein Hingucker. Angesichts ihrer stimmlichen Defizite wäre sie bei „Germany`s Next Topmodel“ aber sicherlich besser aufgehoben als bei „Deutschland sucht den Superstar“.
Steffi „Ich bin die neue Annemarie Eilfeld“ Landerer präsentierte sich bei Katy Perrys „I Kissed A Girl“ einmal mehr im sexy Outfit. Die tiefen Einblicke konnten jedoch nicht von ihrem wirklich grauenhaften Gesang ablenken. Da saß kaum ein Ton an der richtigen Stelle! Steffi lächelte gequält. Ahnte sie etwa schon ihr Aus?
Gänsehautexperten und Wackelkandidaten…
Nelson Sangaré, der mit „Closer“ von Ne-Yo die Show eröffnete, fühlte sich dagegen auf der sicheren Seite: Von der Jury gab es Lob für den soliden Auftritt und auch das Studiopublikum applaudierte eifrig. Doch in der DSDS-Entscheidungsshow gehörte Nelson wider Erwarten zu den Wackelkandidaten. Auch Helmut Orosz musste neben ihm sowie Steffi und Ines zittern, seiner Interpretation von „I`ll Be Waiting“ hatte es vor allem an Gefühl gefehlt.
Vielleicht sollte er sich fürs nächste Mal Rat von Manuel Hoffmann holen, der in den Ohrwurm „Pflaster“ von Ich + Ich wieder viel Herzblut legte. Auch Mehrzad Marashi kitzelte bei „Broken Strings“ von James Morrison einmal mehr das gewisse Etwas in seiner Stimme heraus. Für so schöne Gänsheautmomente belohnten die RTL-Zuschauer die beiden Kandidaten zu Recht mit einem Ticket in die zweite DSDS-Mottoshow.
Der tonale Totalausfall von Steffi Landerer wurde dagegen bestraft: Die 19-jährige Abiturientin aus Fürstenwalde erhielt beim Televoting am wenigsten Anrufe. Für sie ist der Superstar-Traum damit geplatzt. Halb so schlimm, ist sie doch um eine wichtige Erkenntnis reicher: Sex sells… nicht immer!
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Fotos: RTL